Michael von der Schulenburg beim Ost-West-Forum in Istanbul – eine bemerkenswerte Initiative
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde, Mitstreiter und Kollegen,
am 26. September 2026 fand in Istanbul das erste internationale Ost-West-Forum (East-West Forum) statt. Eine bemerkenswerte Initiative, die bislang in der deutschen Öffentlichkeit kaum Beachtung gefunden hat.
Auf Einladung der European Transcontinental Initiative (ETI) und ihrer türkischen Partner kamen Wissenschaftler, Diplomaten, Sicherheitsexperten und Publizisten aus zahlreichen Ländern zusammen. Unter ihnen Ulrike Guérot, Hauke Ritz, Richard Sakwa, Glenn Diesen, Anatol Lieven, Pascal Lottaz und Michael von der Schulenburg.
Im Mittelpunkt stand eine Frage, die weit über die aktuellen Kriege und Krisen hinausreicht: Wie lässt sich angesichts des Wandels der internationalen Machtverhältnisse eine neue, friedliche und tragfähige Weltordnung gestalten – und welche Rolle kann Europa dabei noch spielen?
Das Forum versteht sich nicht als einmalige Konferenz, sondern als Auftakt eines dauerhaften internationalen Dialogs über Multipolarität, Diplomatie und eine neue europäische Sicherheitsarchitektur.
Michael beteiligte sich am Panel „Die globale Ordnung im Wandel: Kriegsrisiken und Grundlagen des Friedens“. Sein Beitrag ist eine ebenso grundsätzliche wie ernüchternde Bestandsaufnahme der gegenwärtigen europäischen Politik. Seine zentrale These: Die Europäische Union hat sich durch ihre eigene Politik weitgehend der Fähigkeit beraubt, als eigenständiger friedenspolitischer Akteur zu handeln.
Die NachDenkSeiten haben seinen Vortrag inzwischen veröffentlicht – im englischen Original mit deutschen Untertiteln sowie in einer deutschsprachigen schriftlichen Zusammenfassung.
Video (englischer Originalton, deutsche Untertitel):
https://www.youtube.com/watch?v=NdIU4oZ8Ru8Schriftliche Zusammenfassung der NachDenkSeiten:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=157510&pdf=157510Weitere Informationen zum Ost-West-Forum:
https://east-west-forum.com/Ich möchte Ihnen und Euch nicht allein Michaels Beitrag ans Herz legen, sondern auch auf das Forum selbst aufmerksam machen. Denn unabhängig davon, ob man sämtliche dort vertretenen Positionen teilt, ist bereits der Versuch bemerkenswert, jenseits der etablierten politischen und institutionellen Gesprächsformate einen internationalen Dialog über eine zukünftige Friedensordnung zu organisieren.