CD Rezension
Hausmannskost & SPN/S
"Solidarität aus dem Proberaum"
Soli/Split
Erschienen bei: Rebel-Records
Aus der Rubrik: Lange nicht gehört, heute (aus Gründen) mal eine Soli-Split CD aus dem Jahr 2022, welche es verdient ihn Erinnerung gerufen zu werden.
Die „Demos“ von Hausmannskost und SPN/S aus 2018 sind ausverkauft, und im Reichshauptdorf trifft einen Kameraden ein schwerer Schicksalsschlag… Da Solidarität nicht nur ein Wort ist, wurden beide „Demos“ auf eine Lichtscheibe gehauen, mit ein paar Extras garniert, und auf 777 Stück im Ecopack limitiert. Gute Musik hören und dabei auch gutes tun, hier ist die Symbiose mal wieder gelungen. Leider, oder Wodan sei Dank, gibt es 2026 noch Restbestände dieser CD. Also wer noch nicht hat, kann immer noch zuschlagen, z.B. wenn er aktuelle Produktionen ordert! 😉
Das Ecopack (Wie ein Digipack, nur dünner) ist schlicht aber aussagekräftig aufgemacht. Auf der Innenseite Links, kann man den traurigen Anlass lesen. Rechts ist der Silberling „eingeschoben“.
Den Anfang macht SPN/S. Wenn sich jetzt jemand fragt „Was bedeutet das Kürzel?“, kann euer treuer Freund und Erzähler euch hier aufklären: SPN steht für das KFZ Kennzeichen vom Landkreis Spree-Neiße im schönen Brandenburg. Aus dem angehängten S kann dann ein jeder machen, was er will. 😬
SPN/S machen Deutschrock, der diesen Namen auch wirklich verdient. Nicht so eine Pseudo-Rebellen-PC Kacke, im Text, wie gewisse andere Bands im Mainstream. Der Flotte Sound ist mit ehrlichen und tiefen Worten geschmückt. Und von einem „Demo“ im klassischen Stil möchte ich hier bei beiden Kombos gar nicht sprechen. Das Meiste ist schon wirklich exzellent aufgenommen.
Mit „Mach dich Frei“ geht es rockig los, um dann über 7 Minuten in einer Art Rockballade mit einer kräftigen und emotionalen Stimme über die „Todeswiesen“ zu singen. Nein, nicht die „Rheinwiesen-Lager“, sondern jene bei Geisendorf im April 1945. Informiert euch gerne in diesem Internetz, damit ihr den Text (inhaltlich und emotional) besser verstehen könnt. Danke!
Mit „Nur ein Tag“, „Unterschied“, und „Stimme des Volkes“ liefern die Jungs dann weiter voll ab!
Als Schmankerl gibt es das Cover „Nicht Klagen“ als Live Aufnahme. Das alles macht Lust auf mehr, auf eine Vollscheibe vielleicht? Ich denke ja! 😇
Hier übernimmt dann Hausmannskost, mit Mr. Peppermint seiner markanten Stimme, die Boxen in der Zitadelle. Und wer Hausmannskost bestellt, bekommt auch Hausmannskost!
Auch hier klingen die Lieder wie „Marschier and Randalier“, „Der Erste Mai“, „System des Wahnsinns“, und „Schlagt Worte zu Waffen“, nicht wirklich nach Ü-Raum.
Sie sind Aufnahmetechnisch viel besser! Jonge, das scheppert!
Da warten die Lieder „Funke…“ und „Für immer Deutschland“ als Rohmix Aufnahmen schon mit viel mehr „Kellergefühl“ auf. Ich stehe ja auf so einen Scheiß, wenn es perfekt unperfekt klingt. ☝🏻
Auch hier gibt es zum Abschluss ein Cover als Live Aufnahme: „Voran“. Das kennt auch ein jeder, und hat verdammt viel Atmosphäre.
Die Zusammenstellung dieser Aufnahmen, aus dem Zeitraum von 2012 bis 2017, sind zwar keine „Demos“ im eigentlichen Sinne, aber sie machen so viel Freude, als würde man die Bands tatsächlich im Ü-Raum besuchen um bei einem Kaltgetränk den Proben zu lauschen.
Wer also auf das steht, was ich euch beschrieben habe, sollte sich unbedingt diese Kostengünstige Scheibe zulegen, wenn er sie nicht schon längst hat!
Rau, ehrlich, echt: 48 Minuten, Solidarität aus dem Proberaum!
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