1/2Eichhörnchen denken im Herbst so viel über Nüsse nach, dass ihr Gehirn wächst.
Im Herbst vergrößert sich das Gehirn von Eichhörnchen um bis zu 15 Prozent, hauptsächlich durch das Wachstum des Hippocampus, der zuständig für das räumliche Gedächtnis ist.
Eichhörnchen halten nur eine leichte Winterruhe, und sind auf Futterlager angewiesen. Sie verstecken deswegen im Herbst Tausende von Nüssen und Samen (bis zu 10.000 Verstecke pro Tier), um im Winter davon zu zehren.
Die Tiere vergraben ihre Vorräte aber nicht wahllos. Forscher fanden heraus, dass Eichhörnchen ihre Nüsse nach Kategorien (wie Art oder Größe) sortieren und an verschiedenen Orten trennen.
Durch diese ständige räumliche und gedankliche Beanspruchung wächst das Hirngewebe im Bereich des räumlichen Vorstellungsvermögens zeitlich begrenzt tatsächlich an.
Sobald der Winter vorbei ist, die Vorräte aufgebraucht sind und im Frühling wieder leicht zugängliche Nahrung zur Verfügung steht, bildet sich die zusätzliche Gehirnmasse wieder zurück, um in den Sommermonaten Energie zu sparen.
Bei Eichhörnchen, denen genügend Nahrung im Winter zu Verfügung steht und die deswegen keine Verstecke anlegen müssen, vergrößert sich das Gehirn nicht.
Übrigens gibt es das umgekehrte Phänomen bei Spitzmäusen und Wieseln: Ihre Organe und Gehirne schrumpfen im Winter, um Energie zu sparen, und wachsen im Frühjahr erst wieder zur vollen Größe an.
Spannend!
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