Eine neue Studie in Communications Earth & Environment kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis. Ein sehr starker Ausbau von Offshore-Windparks in der Nordsee könnte den Niederschlag an den angrenzenden Küsten deutlich verringern. Für Teile Deutschlands, Dänemarks, der Niederlande und Großbritanniens werden in den 2050-Maximalszenarien 5 bis 15 Prozent weniger Niederschlag berechnet, lokal in Jütland sogar mehr als 15 Prozent.
Die Windparks verändern die Strömung und verwirbeln die Luft stärker. Dadurch fällt über den Windparks mehr Niederschlag. Die Luft erreicht die Küsten anschließend trockener, wodurch dort weniger Regen ankommt. Wohlgemerkt handelt es sich um Modellrechnungen für ein sehr starkes Ausbauszenario, nicht um eine Prognose für die tatsächliche Entwicklung.
Trotzdem sollte diese Studie zu denken geben. Die Altparteien forcieren den Ausbau der Windkraft vor allem mit dem Argument, sie sei besonders klimaschonend und fördern den Bau massiv mit Steuergeldern. Die regionalen Umweltschäden werden dabei gänzlich ausgeklammert. Wenn ein weiterer Ausbau selbst Auswirkungen auf regionale Niederschlagsmuster haben kann, müssen solche Folgen ehrlich untersucht werden. Statt Windkraft immer weiter auszubauen, brauchen wir eine technologieoffene und ideologiefreie Energiepolitik.
Quelle:
https://www.nature.com/articles/s43247-026-03852-x.pdf