Der Sumerische Laut für Pfeil ist TI. Der Sumerische Laut für Leben ist auch TI.
Teil 7
https://www.doriswolf.com/wp/die-luege-vom-krieg-in-der-altsteinzeit/ https://www.doriswolf.com/wp/die-luege-vom-krieg-in-der-altsteinzeit/ https://www.doriswolf.com/wp/die-luege-vom-krieg-in-der-altsteinzeit/Der jungpaläolithische Friedhof 117 von Jebel Sahaba in Nubien/Sudan.
Mit dem Baubeginn des großen Assuan-Staudammes 1960 wurde, gesponsert von der Unesco, ein enormer Aufwand finanzieller und technischer Art in die Rettung – vor allem der Denkmäler der pharaonischen Zeit – investiert; man denke etwa an die gigantische Versetzung der Tempel von Abu Simbel.
Dagegen entschloss sich eine kleine Gruppe von Archäologen etwas zur Rettung des kulturellen Lebens der Nubier beizutragen, etwas von ihrem Erbe, ihrer Hinterlassenschaften zu dokumentieren und zu erhalten.
Im Hinblick darauf, dass viele der Stätten bereits mit dem ersten Staudamm fur immer im Nil versunken waren, hatten sie allerdings keine allzu großen Erwartungen, signifikante Funde oder eine außergewöhnliche Entdeckung zu machen.
Der Anthropologe/Archäologe Fred Wendorf konzentrierte sich u.a. auf erneute Ausgrabungen im heute berühmten Cemetery 117, dem Friedhof von Jebel (Gebel) Sahaba, nördlich von Wadi Halfa.
Hier fand er 59 sehr sorgfältig bestattete Personen; davon 24 Frauen, 19 Männer, 13 Kinder – vom Kleinkind bis 15 Jahre – alle ausgezeichnet erhalten – und Fragmente von drei Personen, bei denen Alter und Geschlecht nicht ermittelt werden konnten.
Das Alter der Bestattungen aus dem Jungpaläolithikum wurde mit 13.000 bis 14.000 Jahre angesetzt.
Die Toten auf dem Friedhof Jebel Sahaba waren – in der matriarchalen Zeit üblichen embryonalen Lage – bestattet, welche dem Glauben an die Wiedergeburt aus dem Körper einer Frau entspricht.
In Jebel Sahaba herrschte stille Friedhofsruhe, kein Chaos, nichts, was auf Gewalt, ein feindliches Geschehen, ein Massaker, geschweige denn einen Krieg hingedeutet hätte.
Eigentlich könnte man annehmen, dass es sich hier um einen der herkömmlichen Friedhöfe dieser Zeit handelte; mit einer durchschnittlichen Anzahl von bestatteten Frauen, Männern und Kindern.
Die Gräber der Jungsteinzeit zeigen keine Altersunterschiede bei der Sterblichkeit zwischen Frauen und Männern und es gibt keine Hinweise für eine hohe Mortalität der Frauen, auch nicht für eine hohe Kindersterblichkeit.
Man fand nur ein Kleinkind unter sechs Monaten, ein Kind zwischen drei und funf und zwei zwischen sechs und sieben Jahren.
Vor Wendorf waren 1962 schon zwei andere Archäologen, R. Paepe und Jean Guichard, in Jebel Sahaba beschäftigt.
Die beiden Archäologen scheinen nichts von der Gewalt festgestellt zu haben, von der Wendorf ausgeht.
Aus dem Sudan gibt es gesammeltes Datenmaterial von insgesamt beinahe hundert sorgfältig durchgefuhrten Ausgrabungen, die einen Zeitraum von vielleicht hunderttausend Jahren umspannen.
Wendorf berichtet daruber in seiner ›Summary of Nubian Prehistory‹ (1968, S. 1041-1059) und stellt fest, dass die Masse des ausgewerteten Materials uberwältigend sei.
Viele, oder die meisten der Gräber enthielten wie in Jebel Sahaba Silexsteine als Grabbeigaben; diese unterscheiden sich in keiner Weise voneinander.
Auffallend musste fur Wendorf gewesen sein, dass von keiner dieser Ausgrabungen Berichte von Gewalt vorliegen; was fur ihn jedoch kein Grund gewesen zu sein scheint, seine These in Frage zu stellen.
Wendorfs Interpretation des Friedhofes von Jebel Sahaba ist eigenartig und nicht erklärbar.
Hatte Wendorf sich einfach verrannt, wollte er unbedingt eine großartige Entdeckung gemacht haben, in die Geschichte der Archäologie und in die Geschichte des Militarismus eingehen? Wir werden es wohl nie wissen. ..."
https://www.doriswolf.com/wp/die-luege-vom-krieg-in-der-altsteinzeit/Anmerkung:
Bis heute gab es keine genetischen Untersuchungen der 59 friedlich beigesetzten Menschen von Jebel Sahaba. Könnte man vielleicht herausfinden, dass es sich um eine matrifokale Sippe gehandelt hat und würde das alle heutigen Narrative sprengen?
#JebelSahaba
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