Meine Lieben đ
Ich sage immer wieder ganz bewusst: Ich heile keine Menschen.
Ich begleite Menschen und unterstĂźtze sie bei ihrer Selbstheilung. Dieser Unterschied ist fĂźr meine Arbeit ganz wichtig.
Denn natßrlich wäre es schÜn, wenn wir ein Problem einfach bei jemand anderem abgeben kÜnnten: Bitte mach, dass es mir wieder gut geht. Aber genau so funktioniert meine Arbeit nicht.
Das zeigte sich einmal sehr deutlich bei einer Frau, die ich ßber längere Zeit begleitet habe. Sie kßmmerte sich in ihrem Leben um unglaublich viele Menschen, ßbernahm Verantwortung fßr Familie, Beruf und die Probleme anderer und stellte sich selbst dabei immer wieder hinten an.
Interessanterweise versuchte sie irgendwann auch bei mir, die Verantwortung abzugeben. Ich sollte ihr sagen, was sie tun muss, Entscheidungen abnehmen und im Grunde dafĂźr sorgen, dass es ihr besser geht.
Und genau das konnte und wollte ich nicht tun.
Ich kann während einer Fernbegleitung energetisch arbeiten, Blockaden lĂśsen, Impulse wahrnehmen und dem Menschen anschlieĂend erzählen, was sich mir gezeigt hat. Ich kann Ăbungen mitgeben, gemeinsam Muster anschauen und auch Ăźber längere Zeit begleiten.
Aber ich kann nicht fßr einen anderen Menschen Nein sagen. Ich kann nicht seine Grenzen setzen, seine Beziehungen verändern oder dafßr sorgen, dass er im Alltag plÜtzlich besser auf sich schaut.
Das muss der Mensch selbst tun.
Bei dieser Frau war genau das ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung. Nicht mehr ständig Verantwortung fßr andere zu ßbernehmen, gleichzeitig aber die Verantwortung fßr das eigene Leben wieder zu sich zurßckzuholen.
Das ist fĂźr mich Selbstheilung: Nicht passiv darauf zu warten, dass jemand anderes etwas repariert, sondern wieder selbst Teil des eigenen Prozesses zu werden.
Wenn ihr gerade selbst bei einem Thema feststeckt, kĂśnnt ihr euch einmal zwei ganz einfache Fragen stellen:
Was wĂźnsche ich mir gerade, dass jemand anderes fĂźr mich lĂśst?
Welchen Teil davon kann ich heute selbst Ăźbernehmen?
Das muss nichts GroĂes sein: ein Gespräch fĂźhren, einen Termin vereinbaren, eine Grenze setzen, sich endlich eine Pause nehmen oder eine Entscheidung treffen, die man schon lange vor sich herschiebt.
Denn Begleitung bedeutet fĂźr mich nicht, jemandem seinen Weg abzunehmen. Ich kann ein StĂźck mitgehen, Dinge sichtbar machen und unterstĂźtzen, aber gehen muss jeder seinen Weg selbst.
Und falls ihr euch dabei Begleitung wĂźnscht, dann bin ich natĂźrlich sehr gerne fĂźr euch da:
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